Monatsarchiv für Mai 2006

Der Ferrari unter den Caddies

caddy.gifEntgegen vieler oft und öffentlich geäußter Meinungen ist und bleibt Golf ein Sport und deshalb trage ich meine Golftasche auch über die Wiese, solange mein Spiel nicht darunter leidet.

Sollte ich mal einen Caddie benötigen, dann werde ich mir einen elektrischen Caddy zulegen, da dieser Sport einfach zu schön ist um jemals damit aufzuhören.

Und zwar Diesen. Der X1R ist der Ferrari unter den Caddies, hat ein schickes Design und ist per Fernbedienung bedienbar. Damit wird die Runde sicher zum Vergnügen.

Leider ist der Anschaffungswiderstand mit 1.995 Dollar so hoch, daß ich nie in den Genuss kommen werde. Wenn also mal jemand nicht weiss, was er mir schenken soll…

[gesehen bei www.ehrensenf.de]

Golflexikon

Ein ausführliches Golflexikon möchte ich hier nicht aufbauen. Warum doppelte Arbeit machen. Auf der von mir betreuten Website des Golfclubs Hillerheide, meiner persönlichen Wiege des Golfsports, habe ich bereits ein Golflexikon integriert. Dort finden sich auch weitere interessante Infos rund um den Golfsport.
Der Golfclub Hillerheide ist kein eingetragener Golfverein, sondern rein privat organisiert und bietet im Innern einer Trabrennbahn jedem Interessierten die Möglichkeit die ersten Schritte bei diesem wunderschönen Sport auszuprobieren und zu erlernen. Dort kann man ganz unkompliziert auch ohne Platzerlaubnis die ersten Schläge auf der grünen Wiese machen.

Eine tolle Möglichkeit, wie ich finde. Davon müsste es eigentlich mehr geben. Ich jedenfalls habe sie beim Schopfe gepackt. Das man davon den Golfvirus bekommen kann, habe ich natürlich vorher nicht gewusst.

Wer also in der Nähe wohnt und mal Lust hat den Schläger zu schwingen, einfach vorbeischauen. Vielleicht kurz melden, dann kann man was organisieren.

Golfurlaub Gardasee 2006

Hach, welch ein schönes Fleckchen Erde man doch vorfindet, wenn man sich ein wenig südwärts bewegt und am Gardasee landet.

Und mittendrin wunderschön angelegte Golfplätze. Alle ein bißchen unterschiedlich, aber jeder Platz hat seine Besonderheiten.

Ich werde hier versuchen, von jedem Platz eine kleine Bildergalerie anzulegen. Vorab schon mal ein paar Impressionen.

Alles Par 3 Löcher mit einem deutlich erhöhtem Abschlag (10 bis 20 Meter), was die Schlägerwahl nicht einfacher macht. Da sollte man 1 bis 2 Eisen weniger nehmen.

hole2rot1.jpg
Garda Golf und Country Club, Loch Nr. 2 Roter Kurs, 130 Meter

hole5.jpg
Golf Bogliaco, Loch Nr. 5, 147 Meter

hole2_nicklaus2.jpg
Palazzo Arzaga Hotel Spa und Golf Resort, Loch Nr. 2 Arzaga I by Jack Nicklaus II, 127 Meter

Die Legende von Bagger Vance

Die Legende von Bagger Vance Heute mal ein DVD Tipp:
Die Legende von Bagger Vance

Mit dem inspirierenden Roman von Steven Pressfield als Leitfaden ist Robert Redford gelungen, mit eleganter Hand einen fruchtbaren Boden zu bestellen. Redford hat nun für den Golfsport getan, was er mit dem Film Aus der Mitte entspringt ein Fluss für das Fliegenfischen tat: Der Sport dient als Medium für eine Lebensphilosophie, und Redford ist das kleine Wunder gelungen, Golf zu einer optisch faszinierenden zentralen Metapher zu stilisieren.

Dieser Text ist nicht von mir, sondern aus der Amazon.de Redaktion. So was könnte ich gar nicht schreiben.

Aber ich kann Filme gucken! Und die Legende von Bagger Vance ist der beste Golffilm, den ich gesehen habe.

Die anderen Golffilme CaddyShack oder Happy Gilmore finde ich eher etwas platt, unlustig und sind nicht mein Geschmack. Tin Cup finde ich noch OK!

Bei Bagger Vance jedoch bekommt man so richtig eine Ahnung, was die Faszination des Golfsport ausmacht.

Vorsicht mit den Bällen!

flickr
Golf, Originally uploaded by kunist.

Au weia, das kann weh tun!
Ich denke mal, das muß man nicht wörtlich nehmen.

Golfurlaubvorfreude

Ich freue mich wie Bolle! Bald geht es los!

Ab in den Flieger und Richtung Bergamo, danach weiter zum Gardasee.

Auf mich wartet eine wunderbare Woche voller Entspannung, Schwimmen, Bootstouren, lukullischer Leckereien und nicht zuletzt schöne Golfrunden auf traumhaften Plätzen rund um den Gardasee.

Ein Tagesablauf könnte so aussehen.

1. Aufstehen (wann immer man will)
2. Schwimmen gehen (vom Bett bis zum See sind es genau 38,65 Meter. Sehr erfrischend)
3. Frühstücken (Frischer Kaffee, Schinken, Käse, was das Land so typisch hergibt)
4. Golf spielen (je nach Lust und Laune 9, 18 oder 27 Löcher auf wunderbaren, gastlichen Golfplätzen)
5. Entspannen (schon mal den einen oder anderen Drink zu sich nehmen)
6. Bootstour in eines der beschaulichen Örtchen, die schön am Ufer verteilt sind, Cappuccino oder Latte Macchiato trinken, ein kleines Häppchen essen, den Blick über den See schweifen lassen)
7. Wasserski laufen (wer will) oder entspannen (noch einen Drink zu sich nehmen)
8. Einkaufen (entweder mit dem Boot oder dem Auto, frische Zutaten einholen, Tomaten schmecken hier bspw. besser als bei uns, auch sonst hat das Land viel zu bieten)
9. Kochen (Risotto, Scampis, frischer Fisch, Pasta, mal schauen, jedes gute Rezept fängt so an: Man nehme ein Glas Wein und schütte es in den Koch)
10. Essen (dabei das Trinken nicht vergessen, Fisch will bspw. schwimmen)
11. Den Abend nett ausklingen lassen
12. Zu Bett gehen, was Angenehmes träumen

Update: Hatte vor Vorfreude doch glatt die Golfplätze vergessen.

Garda Golf und Country Club
Bogliaco Golf Resort
Palazzo Azarga

Der erste Versuch! Teil 2

13.05.2006: Hillerheide Cup im RGC Köln.
Alles in allem war es sehr schönes Turnier und ein erfolgreicher, erfreulicher Tag.

Start in Match 1 (gut). Schnellen Flight erwischt (gut), nach 3,25 Stunden für 18 Loch waren wir wieder im Clubhaus. Keine Bälle suchen müssen (gut) Es fing erst an zu regnen, als wir wieder im Clubhaus waren (gut). Pech für die nachfolgenden Flights.

clubhaus.jpg
Leichter Slice beim Abschlag (schlecht). Ursache: Griff? Schwungebene von innen nach außen?

Mindestens 5 Puts liegen gelassen. Ursache: Der Putter ist heute kalt geblieben (schlecht).

Eisen zu kurz und leicht gehookt (schlecht) Ursache: zu steif in der Hüfte, dadurch schnelle Hände.

Trotzdem 9 Pars, 7 Bogeys und zwei Doppelbogeys gespielt (gut).
scorecard.gif
Drei Stunden bis zum anschließenden Essen und Siegerehrung gewartet (äußerst schlecht). 25 Bruttopunkte, 38 Nettopunkte gespielt (gut) Handicap verbessert (gut). Bruttosieger (äußerst erfreulich). Pokal als Preis bekommen (naja) Staubfänger. Egal. Es war ein erfreulicher Tag. Es ist noch Luft drin (gut).

Neunjähriger spielt Hole-In-One

Auf dem Gully Golf Course in Midland County im US-Bundesstatt Michigan gelang dem 9-jährigen Porter Brown der Golfschlag, von dem die meisten Golfer ein Leben lang träumen.

Er benötigte für die 125 Yards zwischen Abschlag und Loch am 6. Loch genau einen Schlag. Sensationell.

[via krone.at]

Etikette?

Heute habe ich bei Anke Gröner, deren Geschichten ich, natürlich gerade die über ihren Einstieg in den Golfsport, immer gerne lese, wieder einen Artikel über das Golfspiel gefunden, Und zwar über den Begriff „Fore“ und dem Umgang damit.

Und war doch baff erstaunt ob der falschen Auslegung der Golfetikette und der gewählten Begriffe wie „der doof in der Flugbahn des Balles rumsteht“ und „den Doofrumsteher„.

Leider ist die Kommentarfunktion bei Ihr abgeschaltet, deshalb antworte ich ihr hier.

Fore“ zu rufen macht durchaus Sinn. Da stimme ich zu. Einen Golfball an den Kopf zu bekommen ist sicherlich nicht lustig und kann im Extremfall zum Tode des Getroffenen führen. Wenn man später mal einen Ball in die Hacken gespielt gekommt, wird man feststellen, welche Gefühle man auf einmal entwickelt.

Schuld hat übrigens immer der, dessen Schläger der Ball verlassen hat und nicht der, der doof in der Flugball rumsteht.

In der Praxis kann eigentlich niemand doof in der Flugbahn rumstehen, weil man keinen Ball spielt, wenn jemand gefährdet werden könnte. Man beachte, daß man sich dabei nicht an seinen augenblicklichen Fähigkeiten orientieren soll. Man kann einen Ball auch mal aus Versehen gut erwischen und dann fliegt er weiter als man sich vorstellen kann. Im Zweifelsfall wartet man, bis man sich ganz sicher ist.

„Fore“ zu rufen ist übrigens nicht in den Golfregeln geregelt, sondern steht in dem Teil des Buches, das man in seinem Golftäschchen mitführt, der sich Etikette nennt.

Leider beschäftigen sich meiner Meinung nach gerade Golfeinsteiger zu wenig mit diesem Aspekt des Spiels. Dort findet man u.a. Abschnitte mit den Überschriften „Sicherheit“, Rücksicht auf andere Spieler“ und der „wahre Geist des Golfsport“.

Mit dem anderem Teil des Buches wird man sich spätestens ausgiebig beschäftigen, wenn die Platzreifeprüfung ansteht, um die Reife zum Betreten eines Golfplatzes zu erlangen. Auch Etikette wird geprüft.

Je mehr man über die Theorie weiß, umso mehr Spaß hat man später auf dem Platz, spart Zeit und Ärger mit anderen Golfspielern.

Der erste Versuch!

So Samstag geht es los! Dann wird der erste Versuch gestartet dem golferischen Jahresziel ein wenig näher zu kommen. Wird schwer genug.

Auf meinem Heimatplatz, auf dem das Turnier stattfindet, starten die ersten drei Handicapklassen – also bis 18,4 – in Turnieren von den weißen Abschlägen.

Das macht bei 18 Löcher immerhin ein Unterschied zu Gelb von 398 Metern von den regulären Abschlägen und standardvermessenen Fahnenpositionen. Mal schauen wie am Samstag die Teeboxes und die Fahnen gesteckt sind.

Das bedeutet bei der Spielvorgabe (Parameter sind Handicap, Slopewert, Course Rating und Par) einen Unterschied von Weiß zu Gelb von 3 Punkten (Schlägen). Von Weiss bekomme ich zum Handicap 1 Punkt (Schlag) dazu. Wenn ich von Gelb starten würde, würden mir 2 Punkte abgezogen.

Die Formel zur Berechnung der Spielvorgabe lautet übrigens so. Da brauch man keinen Computer. Das funktioniert für jedem Golfplatz, der vom DGV vermessen wurde.

DGV-Spielvorgabe = DGV-Stammvorgabe x (Slope-Wert/113) – CourseRating + Par

Dann wollen wir ein bißchen rechnen, wie schnell (oder gar nicht) mein Ziel erreicht werden kann. (Streichergebnisse an einzelnen Löchern lasse ich mal unrealistischerweise zur verständlicheren Rechnerei außen vor).

Ich glaube das wird Viele interessieren, wenn ich meinen Suchanfragen glauben soll. Viele Golfer tun sich am Anfang schwer, Ihre Spielvorgabe und Handicap auszurechnen.

Bei einer Spielvorgabe von 13 (Handicap 11,9) und einem Par von 72 müsste ich eine 85 (5 mal Par, 13 Bogeys) spielen um 36 Netto-Stablefordpunkte (23 Brutto) zu erreichen. Jeder Schlag, den ich für die Runde weniger als 85 Schläge benötige, verbessert mein Handicap. Bis zu einem Handicap von 11,5 um 0,3 pro Schlag. Ab dem Handicap von 11,4 um 0,2 pro Schlag.

Wollte ich also in einem Turnier die Single-Handicapgrenze erreichen, müssten ich theoretisch (unter den oben genannten Annahmen: Keine Streicher) 9 Punkte mehr als 36 erreichen. Macht ein Ergebnis von 45 Netto-Stablefordpunkten. In Schlägen ausgedrückt, ich müsste eine 76er Runde, also eine 4 über (14 Par, 4 Bogeys) spielen.

Da geht aber nur in der Theorie, in Wirklichkeit ist das unrealistisch. Da müssen schon Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen, dass man mal dermaßen über seinem Niveau spielt. Als Anfänger kann man noch große Sprünge machen. Man hat ja mehr Punkte auf der Karte stehen als man zählen kann.

Bei meinem ersten Turnier, 1 Monat nach der Platzfreigabe, mußte ich mich als Handicapschoner beschimpfen lassen. Die Höchststrafe im Turnier. Ich hatte einen guten Tag erwischt und 66 Netto-Stablefordpunkte gespielt. Trotz der Schimpfe bin ich auf das Ergebnis stolz. Was sollte ich machen, war ja schließlich mein erstes Turnier. Von nichts ne Ahnung.

Je besser das Handicap wird, desto schwieriger wird es sich zu verbessern, weil die Vorgaben geringer werden. Da zählt dann jeder Schlag. Benzinger kann man sich nicht mehr erlauben. Wasser und Rough sind zu meiden.

Wenn man jetzt noch weiß, daß man sich statistisch nur bei 25% der gespielten Turniere runterspielt, den Rest im Schonbereich liegt oder sich wieder verschlechtert, kann man sich ungefähr ausrechnen, wie viel Turniere man spielen muss, um sich nenneswert zu verbessern.

Also ich denke, ich werde das ganze Jahr brauchen, um mein Ziel zu erreichen.
Als Golfer wird man ob der gemachten Erfahrungen demütig und dankbar für die wenigen guten Momente.

Wird auf jeden Fall wieder ein schönes Jahr auf der grünen Wiese. Freu mich schon.

Übrigens: So eine Rechnung kann man mal aus Spaß oder Interesse machen. Bloß nicht mit dem Rechenschieber im Kopf bei einem Turnier auflaufen. Das wird dann nichts. Immer locker bleiben, sich an der schönen Natur erfreuen, das Spiel genießen und auf die Schläge konzentrieren.

Wie sagte mal Jimmy Demaret: „Golf und Sex sind so etwa die einzigen Sachen, die Spass machen, selbst wenn man nicht wahnsinnig gut darin ist.“

In diesem Sinne…