Monatsarchiv für Mai 2006

In the Bag

So, jetzt wo die Saison so richtig ans Laufen kommt, habe ich auch das Equipment zusammen, mit dem ich es in diesem Jahr versuchen will. Man darf ja 14 Schläger mit auf die Runde nehmen.

Bei ebay habe ich unglaubliches Schnäppchen gemacht. Da konnte ich nicht Nein sagen. Wenn der Satz nicht funktioniert, kann ich jederzeit wieder ohne Verlust verkaufen.

Das Schnäppchen ist ein King Cobra Inertia I/H 3100 mit einem Aldila NV-HL 70 Graphitschaft, Eisen 3 bis SW. Schaftlänge, Flex, Loft und Lie alles Standard. Werde aber nur Eisen 4 bis 9 von dem Satz spielen.

Als Wedges spiele ich Titleist Vokey Design 200 Series Wedges mit Black Nickel Finish – 248/06, 254/10 und 260/04. Das Lobwedge habe ich aber ganz selten auf der Runde dabei. Mir reicht meist mein Lieblingsschläger, das Sandwedge. Ein bißchen die Schlägerfläche öffnen und schon hat man ein Lobwedge.

Ich wollte es sowieso wieder mit einem Graphitschaft versuchen, da ich leichte Anzeichen eines Golfarms verspüre und ich führe das auf den Stahlschaft zurück, den ich letzte Saison gespielt habe. Meine alten Titleist OS 822 habe ich erstmal in die Ecke gestellt.

Obwohl ich nach den ersten Runden mit dem neuen Schlägern sagen muss, daß das Schlaggefühl bei einem Stahlschaft einfach schöner ist. Man bekommt einfach mehr Rückmeldung im Treffmoment und ich meine auch die Bälle fliegen gerader.

Werde wohl öfters mal wechseln und auch den alten Satz zwischendurch spielen. (was ja unter uns gesagt eigentlich nicht so ideal ist).

Als Driver kommt der Titleist 983K, Loft 11,5 Grad zum Einsatz. Werde mir wohl nach einem Fitting einen neuen Schaft einbauen lassen, der besser zu meiner Schwunggeschwindigkeit passt.

Fitting ist auch das Stichwort für die nächste Saison. Dann kommen die Eisen dran. Man soll ja ab einer gewissen Spielstärke mit dem passenden Equipment noch einige Reserven herausholen können. Dafür benötigt man aber einen einigermaßen konstanten Schwung. Daran möchte ich diese Saison arbeiten.

Fehlen noch die Hölzer bzw. Hybrids. Hier stehen zur Auswahl: Holz 3 – Titleist 980 F – 14 Grad Loft, Holz 5 – Callaway Steehead III mit einem Uniflex Stahlschaft (der macht richtig Spaß, ich spiel lieber mein Holz 5 als das Holz 3) – Loft weiss ich nicht, ich nehme an 17 Grad, Hybrid King Cobra Baffler 421 Grad Loft und Titleist 503H19 Grad Loft.

Putter: Scotty Cameron Studio Style Newport 2, 330 Gramm, 4 Grad Loft, mit einem “roten” Baby-T Griff.

Putter ist nochmal so ein Thema für sich. Aber alle anderen Modelle habe ich weggestellt. Es liegt ja nie am Putter, sondern immer am Putter (hier ist der gemeint, der puttet).

Je nach Platz und Lust und Laune stell ich mir dann die Auswahl zusammen, von der ich mir am jeweiligen Tag den größten Erfolg verspreche

Einstellig!

Da brauchte ich nicht lange überlegen. “Einstellig werden” antwortete ich wie aus der Pistole geschossen und mit einem freudigem Gesichtsausdruck.

Falsche Antwort! Meine Chef meinte natürlich nicht meine Ziele beim Golfspielen, sondern die Vertriebsziele, als er mich fragte, was ich mir denn für dieses Jahr für Ziele gesetzt habe.

Kann passieren, wenn man fast nur an Golf denkt und ständig in Gedanken damit beschäftigt ist sein Spiel zu verbessern. Im Wohnzimmer ist ein Zimmerloch aufgebaut und es wird solange geputtet bis 10 Bälle hintereinander eingelocht sind (natürlich gegen den Grain).

Beim Fernseh schauen habe ich ständig ein Sandwedge in der Hand um meinen Griff zu optimieren (ein guter Griff ist mit das Wichtigste für den richtigen Rückschwung, Release und den Durchschwung). Das ist auch das Sandwegde, mit dem immer versuche Luftbälle in die Zimmerecke zu spielen. Ein solides kurzes Spiel ist enorm wichtig. Ich warte noch auf den Tag, wenn ich mein erstes Divot aus dem Flor schlage.

Golfclips

Ein paar witzige und/oder interessante Videoclips, u.a zum Thema Golf habe in die BACKRÖHRE (die Backröhre gibt es nicht mehr), das Media Blog der Kochwerkstatt, eingestellt.

Golfnotizen von Eugen Pletsch

Den Golfinteressierten unter Euch möchte ich gerne die Golfnotizen von Eugen Pletsch ans Herz legen. Eugen Pletsch gewährt in seinen amüsanten Geschichten interessante Einblicke in den Golfsport und das Verbandsleben drumherum. Eugen Pletsch hat zudem in den letzten Jahren unter der Domain www.cybergolf.de eines der größten, deutschsprachigen Golfsport-Portale realisiert. In der Golf-Szene ist er durch seine ungeschminkten Kommentare zur Welt des Golf bekannt. Viel Spaß!

Wie zählt man bei Stableford?

Aus aktuellem Anlaß, nochmal für alle. Habe es heute versucht Jemandem zu erklären. Beim ersten Mal versteht das eh keiner. In Zukunft brauche ich dann nur auf diesen Beitrag verweisen. Ich bin ja so faul.

Spiel- und Zählweise nach Stableford
Diese Zählmethode wurde vom englischen Arzt Gordon Stableford 1898 erfunden, und basiert auf dem Prinzip, dass ein besonders schlechtes Resultat auf einem Loch, während der Runde nicht so schwer zählt als beim klassischen Zählwettspiel und daher leichter wettgemacht werden kann.

Der Spieler erhält für jene Leistung, die er laut Handicap erzielen soll (”Netto-Par”) bei jedem Loch 2 Punkte; pro Schlag den er weniger benötigt erhält er jeweils einen Punkt mehr, hingegen für einen mehr benötigten Schlag (”Netto-Bogey”) bekommt er noch einen Punkt, bei zwei oder mehr weiteren Schlägen erhält er keinen Punkt mehr. Bei einem Resultat von 36 Stableford- Punkten (18 Löcher mal 2 Punkte = 36) hat der Spieler sein Handicap erreicht.

Beispiel: Du hast Handicap 36 – das bedeutet, Du darfst jedes Loch 2 über Par spielen (18 Löcher mit je zwei Schlägen mehr = 36). Ein Loch hat nun Par 4 – Ihr “Netto Par” ist in diesem Fall 6 (4+2).

Spielst Du nun das Loch mit diesen 6 Schlägen, erhälst Du 2 Stablefordpunkte für Deine Wertung. Benötigst Du 7 Schläge, gibt es noch einen Punkt. Bei mehr Schlägen gibt es keinen mehr. Spielst Du das Loch jedoch mit weniger Schlägen als Dein ” Netto Par”, so erhälst Du folgende Punkte:

5 Schläge – 3 Punkte
4 Schläge – 4 Punkte
3 Schläge – 5 Punkte
2 Schläge – 6 Punkte
1 Schlag – 7 Punkte

Vorteil dieser Zählweise ist, dass ein Spieler bei einem völlig schlecht gespielten Loch, höchstens 2 Punkte verlieren kann, die er an anderen Löchern wieder mit guten Schlagzahlen aufholen kann. Die erspielten Punkte wirken sich auf das Handicap aus.

Herabsetzung pro Punkt oberhalb 36 erspielten Stableford-Nettopunkten:
Klasse 1. – HCP bis 4,4 – Herabsetzung um 0,1
Klasse 2. – HCP 4,5 – 11,4 – Herabsetzung um 0,2
Klasse 3. – HCP 11,5 – 18,4 – Herabsetzung um 0,3
Klasse 4. – HCP 18,5 – 26,4 – Herabsetzung um 0,4
Klasse 5. – HCP 26,5 – 36,0 – Herabsetzung um 0,5
Klasse 6. – HCP 37,0 – 54,0 (Clubvorgaben) – Herabsetzung um 1,0

Pufferzonen der DGV-Vorgabenklasse – Stableford-Nettopunkte:
Klasse 1 = 34 – 36
Klasse 2 = 34 – 36
Klasse 3 = 33 – 36
Klasse 4 = 32 – 36
Klasse 5 = 31 – 36
Heraufsetzungen bei nicht erreichten Pufferzonen: 0,1

Weitere interessante Infos zu diesem schönen Sport, ein Golflexikon und Regeln der Etikette findet Ihr hier…

Beim nächsten Mal versuche ich dann mal zu erklären, wie man seine Spielvorgabe für ein Turnier errechnen kann und wie sich die Spielvorgabepunkte auf die einzelnen Löcher verteilen, wenn die Vorgabepunkte sich nicht so einfach durch 18 teilen lassen.

Dann geht es um Slope, Course Rating und Vorgabeverteilung der einzelnen Löcher. Ich treffe immer wieder Mitspieler, die nicht während der Runde (und auch nicht danach) sagen können, wie Sie denn gespielt haben. Der Computer der Turnierleitung wird es schon richten.