Monatsarchiv für Juni 2006

Der Kampf ums Par

Mann, mann, mann, war das gestern Nacht spannend auf den letzten Neun, eigentlich auf den letzten drei Löchern bei den US Open. Für Montgomery tut es mir echt leid. Nach so vielen Jahren in der Weltspitze und nach dem tollen Comeback im letzten Jahr zurück an die Spitze in Europa hätte ich ihm seinen ersten Majorsieg mehr als gegönnt.

Ich denke er wird die nächste Zeit damit zubringen fleißig zu üben. Aber nicht an seinem kurzen Spiel, sondern eher daran, wie man sich selber in den Hintern beißt. Verloren hat er das Turnier aber nicht durch das Doppelbogey auf dem letzten Loch, sondern aufgrund der verschobenen Puts auf den Löchern vorher.

Zudem hätte der Linkshänder (wie ich gestern abend gelernt habe, ist er Rechtshänder, spielt aber wie ein Linkshänder) Mickelson – also hätte der linksspielende Phil Michelson das Ding nach Hause fahren müssen. Dann wäre für Monty der Sieg eh nicht möglich gewesen.

Aber Michelson scheint sich auf der 18 wohl an seine alten Zeiten erinnert zu haben, als er reihenweise Turniere durch seine aggressive Spielweise vergeigt hat. Ich glaube ja, das der Grinsemann des internationalen Golfsport gerne für die Galerie spielt und mit dem sicher geglaubten Sieg vor Augen, wollte er es aber allen noch mal so richtig zeigen. Tja, dann darf man seinen Ball aber vom Abschlag nicht so slicen, das er sogar das VIP-Zelt auf der linken Seite trifft.

Lachender Dritter und auch verdienter neuer US Open Champion ist Geoff Ogilvy mit 5 über Par. 5 über Par, das muß man sich mal vorstellen. Da kann ungefähr erahnen wie schwer der Platz gewesen sein mag. Für uns Hobbyspieler nahezu unspielbar. Ich schätze mal, daß ich ca. 125 Schläge, wenn nicht sogar wesentlich mehr, für den Platz brauchen würde.

So, jetzt muss ich mal schauen, ob ich paar Pressestimmen finde.

Mal ne Frage?

Wer ist eigentlich der bessere Golfspieler? Dazu würden mich mal Meinungen interessieren.

Spieler A, der auf einem 120 Meter langem Par 3 mit dem Eisen 7 seinen Ball 1,50 Meter neben die Fahne knallt oder der Spieler B, der auf der gleichen Bahn mit dem Eisen 9 den Ball 4,00 Meter von der Fahne ablegt.

Gut, beide haben das Grün getroffen, was ja schon eine tolle Leistung ist.

EDS Runden

Es sind übrigens nicht nur Turniere vorgabewirksam, sondern auch bestimmte Privatrunden. Die sogenannte EDS (Extra Day Scores).

Um eine Privatrunde zur EDS-Runde zu erklären, müssen folgende Regelungen beachtet werden:

Vorgabenwirksame Privatrunden dürfen jedoch nur Spielerinnen/Spieler einreichen, deren DGV-Stammvorgabe höher als -18,4 ist. Im Bereich der Clubvorgaben und der DGV-Vorgabenklasse 5 können beliebig viele Extra Day Scores im Jahr gespielt werden.

In der DGV- Vorgabenklasse 4 jedoch nur so viele, wie im aktuellen Kalenderjahr bereits vorgabenwirksame Wettspielergebnisse durch eine Spielerin/einen Spieler erzielt wurden.

Der jeweilige EDS kann generell nur dann als vorgabenwirksam anerkannt werden, wenn er auf dem Heimatplatz gespielt wurde (für VcG-Spieler gilt der Platz als Heimatplatz, auf dem die erste EDS-Runde des Jahres gespielt wurde), der Zähler Vorgabe -36,0 oder besser hat und sich der Spieler vor der Runde im Sekretariat registriert.

Natürlich zählen bei der EDS auch die negativen Ergebnisse.

Für den einen oder anderen ist es sicherlich mal interessant eine EDS-Runde anzumelden, wenn man glaubt einen starken Tag erwischt zu haben.

Und immer dran denken, Golf ist ein Ehrensport.

Golfwitz

Dieser Golfwitz ist nicht schlecht und gefunden habe ich ihn hier!

Ein Pfarrer, ein Arzt und ein Controller auf dem Golfplatz. Vor ihnen eine besonders langsame Golfergruppe. Der Controller, ziemlich ungeduldig: „Was ist denn mit denen los? Wir müßten hier seit 15 Minuten schon weg sein.“

Der Arzt stimmt zu, der Pfarrer erkundigt sich beim Platzwart über die langsamen Vorderleute. „Das sind doch die blinden Feuerwehrmänner“, erklärt dieser. „Die haben letztes Jahr ihr Augenlicht beim Löschen unseres Clubhauses verloren. Seither lassen wir sie immer kostenlos spielen.“ Die drei Golfer werden nachdenklich.

Dann sagt der Pfarrer: „Das ist traurig. Ich werde heute Abend für sie beten.“ Der Arzt: „Ich werde mich mal mit meinem Freund, dem Augenarzt, in Verbindung setzen. Vielleicht kann er ja etwas für sie tun.“ Der Controller: „Schlimm die Sache. Aber … warum spielen die Jungs eigentlich nicht nachts?“

Die 106. U.S. Open Championship

So, heute geht es los mit dem zweiten Major des Jahres, den sogenannten US Open im Winged Foot Golf Club. Premiere überträgt die erste Runde dieses Großereignisses im Golfsport heute live von 18.30 Uhr bis 01.00 Uhr.

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Sicherlich die bessere Alternative zum sonst vorherrschende Sportangebot dieser Tage. Es gibt nichts Entspannenderes als eine ausgedehnte Golfübertragung. Und man kann noch ne Menge dabei lernen.

Wird Favorit Tiger Woods, der nach dem Tode seines Vaters sein erstes Turnier spielt, den Titel gewinnen können oder setzt sich noch einmal Titelverteidiger Michael Campbell durch. Für Spannung ist jedenfalls gesorgt. Zumal sich der Golfplatz wieder in einem schweren, fast unspielbarem Zustand präsentieren wird.

Ergebnisse können auch im Real-Time Scoring und auf dem Leaderboard auf der offfiziellen Webseite der US Open verfolgt werden.

Golfen mit dem Gutscheinbuch

gutscheinbuch.gif Heute mal ein Tipp, bei dem man richtig sparen kann: Golfen mit dem Gutscheinbuch.

Viele werden das Prinzip schon von den Gutscheinbüchern für Restaurants kennen. Es ist ganz simple! Mit den Gutscheinen aus dem Gutscheinbuch kann man bei den teilnehmenden Golfclubs verbilligt golfen. 2 Spieler bezahlen zusammen nur einmal Greenfee. Der Spaß auf dem Platz ist umso größer.

Aktuell gibt es drei unterschiedliche Bücher für Norddeutschland, Süddeutschland und Westdeutschland. Hier die Liste der teilnehmenden Golfclubs.

Die 106. U.S. Open Championship

In dieser Woche steht wieder eines der Saisonhöhepunkte auf dem Programm. Die 106. U.S. Open Championship, das zweite Majorturnier des Jahres, steht in dieser Woche steht das zweite Majorturnier des Jahres auf dem Programm.
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Bildquelle: www.pga.com

Austragungsort der 106. U.S. Open Championship in diesem Jahr ist der Winged Foot Golf Club, der traditionell zur U.S. Open einen Platzstandard von Par 70 hat.

Wird es dem Ausrichter des Turnieres – dem amerikanischen Golfverband USGA – in diesem Jahr wieder gelingen wird, die Spieler mit extrem schnellen Grüns und beinahe unspielbarem Rough zur Verzweiflung zu bringen.

Ich bin gespannt und freu mich auf die Übertragungen. In meiner persönlichen Turnier-Guck-Rangliste belegen die US Open den sechsten Platz.

Übrigens…

Amerikanische Langzeitstudien haben ergeben, daß 99% aller zu kurz gelassenen Puts nicht ins Loch gehen.

Der Golfsommer kann kommen

Welch ein schöner Dienstag abend auf dem Golfplatz. Angenehme Temperaturen, das Eisen 5 gut getroffen und der Putter ist schön heißgelaufen. Die Zeiger steht auf Unterspielung.

Und am Teich auf Bahn 1 haben die Vögel gemenschelt.

Für den kleinen Hunger zwischendurch

Die Golfanlage Il Colombaro in der Nähe des Gardasees wurde in diesem Jahr auf 9 Löchern (2 x Par 4, 7 x Par 3) erweitert und präsentierte sich in einem hervorragenden Zustand.

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Die Bahnen werden gesäumt von Olivenbäumen und Weinreben. Die Spielbahnen sind zwischen 88m und 250m lang. Ideal für den Anfänger, zum Trainieren und um den Golfurlaub relaxt zu beginnen. Und das Ganze für angenehme 20 Euro für 18 Loch.

Wer aber meint mal eben einen Pitch- und Putplatz im Vorbeigehen zu meistern, wird sich die Zähne ausbeißen. Der Platz hat durchaus seine Tücken, kleine ondulierte Grüns, enge Spielbahnen und geschickt platzierte Bunker.