Monatsarchiv für September 2008

Noch viermal schlafen und dann bitte nicht stören

Dann beginnt wieder mein absolutes golferisches Highlight. Der 37. Ryder Cup 2008 (Huch, die haben ja das Design der Seite geändert. Gefällt mir aber spontan gut).

Bildquelle: © rydercup.com/2008

 

Ich bin schon richtig gespannt und freue mich wahnsinnig auf die Golfübertragungen aus den Valhalla Golf Club und werde versuchen jede Minute zu sehen und zu geniessen.

Mein Tipp: Europa gewinnt. Reines Gefühl. Ich kann das jetzt nicht analytisch erklären.

(Leider ist der Rydercup das letzte Golf-Großereignis, dass ich bequem im Pay-TV sehen werde. Wie sich gezeigt hat, geniesst Golf bei Premiere meiner Meinung nach leider eher einen unverdient, niedrigen Stellenwert, der das viele Geld für mich nicht länger rechtfertigt, das ich jeden Monat an diese Ignoranten überweise.

Ich hoffe hier sehr auf das gewaltige Internet. Lösungen zum freien Golf schauen werde ich hier natürlich vorstellen. Für Hinweise bin ich immer dankbar.)

Ein harter Schlag

Dennoch kein Grund mit dem Golf aufzuhören.

Vor ein paar Wochen hätte ich sehr günstig einen fast neuen Schlägersatz von Callaway erstehen können. Habe ich aber nicht gemacht. Ich wollte einem Golfer nicht sein Sportgerät wegnehmen.

Nach einem Turnier gesellte sich ein total niedergeschlagener Golfkamerad zu uns und erklärte, dass er gerade beim Unterschreiben der Scorekarte ernsthaft beschlossen hätte, das Golfspiel an den sprichwörtlichen Nagel zu hängen und bot seine Schläger zu einem symbolischen Preis an. Ihm war wichtig, dass die Dinger möglichst schnell aus seinem Blickfeld verschwinden.

Nach seiner Schilderung der Golfrunde, auf der augenscheinlich nicht viel zusammenging, mussten wir erstmal leicht schlucken. Der Golfkamerad hat mit seiner Spielvorgabe von 34 ganze 5 Nettopunkte ins Clubhaus gebracht. Puh. Das ist nicht wirklich viel. Nach seinen Aussagen wusste er nicht mehr, wie man einen Schläger anfasst und wie man schwingt.

Ok, ein harter sportlicher Schicksalsschlag und ich bin froh, dass mir so eine Prüfung bisher erspart geblieben ist. Aber ich gehe mal davon, dass das kein Grund für mich wäre mit dem Golfspiel aufzuhören.

Im Golf ist alles möglich. Auch mal eine Runde, in der absolut nichts zusammengeht. Da darf man sich nicht von irritieren lassen. Nach einer schlechten Runde folgt auch wieder eine gute Runde. Golfen kann man nicht komplett von jetzt auf gleich verlernen. Und wer den Sport wirklich liebt, wird sich auch gleich am nächsten Tag wieder aufrappeln.

Targetgolf

Beim Turnier heute ging der „Nearest to the Pin“ doch für sage und schreibe 23,85 Meter über den Tisch. Weiter weg von der Fahne war nicht möglich. Dabei wird er Schatten des Balls sicherlich noch auf dem Vorgrün gewesen sein.

Dem Sieger war es auch ein wenig peinlich. Hatte er doch nicht ernsthaft damit gerechnet, dass der Rekord bis zum Ende des Turniers hält. Normalerweise schreibt man ja nichts auf, was weiter als eine Fahnenlänge vom Loch entfernt ist.

Über meine Leistung wollen wir mal den Mantel des Schweigens legen. Insgesamt kann man die Leistung des gesamten Feldes aber eher als unterirdisch bezeichnen. Die Bedingungen waren aber auch alles andere als leicht (es herrschte heute unberechbarer, starker böiger Wind und neun Grüns waren kurz vorher arifiziert worden).

Mit mickrigen 15 Bruttopunkten bin ich durch Computerstechen doch tatsächlich zweiter Bruttosieger geworden. Pöh. Putten müsste ich halt können. Immerhin habe ich jetzt ein neues Handicap. ;-)

(Hm, könnte mal einen Beitrag dazu schreiben, wie so ein Stechen überhaupt funktioniert. Oder kann das jemand mir wenigen Worten kurz und knapp erklären.)

Hoffentlich ein Einzelfall

Heute ist etwas passiert, von dem ich nie gedacht hätte, dass es mir mal passieren würde.

Nach der Arbeit bin ich zu unserem Übungsplatz gefahren. Ich hatte mir vorgenommen bei den heute angenehmen Temperaturen noch ein wenig an meinem Kurzspiel zu üben.

Gerade diesen Teil des Spiels halte ich für den kreativsten Teil beim Golf, der macht mir besonders viel Spaß und auf ihn lege ich besonderen Wert.

Wenn man die Löcher wie ich, aufgrund fehlender Länge, nicht immer in Regulation erreicht, benötigt man oft einen gezielten Schlag an den Pin, um möglichst noch ein Par zu retten.

Den Umgang mit seinen kurzen Eisen (7,8,9), dem Pitching Wegde und dem Sandwegde kann man bei den Entfernungen so ab 100 Meter zur Fahne gar nicht oft genug (am besten auf dem Platz) trainieren, um den Ball hoffentlich irgendwann mit einer gewissen Sicherheit an den Pin nageln zu können. Naja, deshalb heisst es ja üben.

Doch was musste ich bei der Ankunft am Parkplatz plötzlich feststellen und ich weiss auch gar nicht warum, dass ich heute überhaupt keine Lust auf Golf hatte. Ohne auszusteigen bin ich wieder nach Hause gefahren.

Boah, ich hoffe, dass passiert mir jetzt nicht öfter. Bis heute konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, dass man keine Lust auf Golf spielen haben kann.

Bisher konnten mich noch nicht einmal extreme Hitze, Frost, Eisregen, Schnee, Match, Sturm und Regenfluten vom Golf abhalten. Und an einem schönen, lauen Spätsommerabend haue ich plötzlich in den Sack.

Uiuiui.

Standposition

Um ein wirklich gutes Golffoto zu schiessen, muß man schon mal ganz nah rangehen. Ich hätte es nicht gemacht. Wer sich ein wenig mit Golf auskennt, weiss wie schnell der Schuß für Mensch und Material nach hinten losgehen kann.

Tolles Photo. Danke.