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Das Golfjahr 2008 ist zu Ende

Genau um 15:43 Uhr habe ich den letzten Putt für dieses Jahr eingelocht.

Und es war richtig schön. Strahlender Sonnenschein begleitete uns die ganze Runde. So konnte man es trotz der klirrenden Kälte durchaus gut aushalten.

 

Insgesamt war mein Golfjahr ganz ok.

Bedingt durch meinen Umzug konnte ich erst im Mai ernsthaft ins Geschehen eingreifen und bin die ganze Saison nicht so richtig in Fahrt gekommen. Ich habe noch nie so wenig Turniere wie in diesem Jahr gespielt. Von den gespielten 11 Turnieren sind 9 auch beim DGV gelandet. 2 Turnierveranstalter haben es irgendwie nicht geschafft meine Daten zu übermitteln. Das Handicap ging leicht nach oben. Egal.

Solange ich auf einem Golfplatz stehen kann, bin ich der glücklichste Mensch der Welt. Auch ohne Handicap.

Neben vielen lustigen Privatrunden, hatte ich die Freude vier schöne neue Plätze (Winnerod, Lippstadt, Coesfeld, Prenden) spielen zu dürfen. Besonders die Runden in Winnerod und in Prenden haben mir besonders viel Spaß bereitet. Zwei wirklich stramme, den ganzen Golfer fordernde Strecken. Ich hoffe, ich sehe die Plätze in 2009 noch einmal wieder.

Und freue mich schon jetzt auf die vielen schönen Momente im Golfjahr 2009 und hoffe, dass ich mit ganz vielen Menschen, die diese Zeilen vielleicht lesen, eine gemeinsame Runde spielen kann.

Das Golfjahr 2009 beginnt wie das Jahr 2009 übrigens, wenig überraschend, bereits morgen. Dann werde ich, wie es sich gehört, bereits die ersten Löcher spielen. ;-)

8 grausame Sekunden

Ich habe noch nichts Schlimmeres gesehen, was mit Golf zu tun hat. Aua, aua.

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Was John Daily macht, ist aber noch schlimmer. Ich fürchte fast, nach den ganzen Eskapaden der letzten Jahre und dem mehr und mehr schwindenden Talent, es wird für den lieben John kein gutes Ende nehmen. Das wäre schade, denn eigentlich ist er doch ein feiner Kerl.

Noch viermal schlafen und dann bitte nicht stören

Dann beginnt wieder mein absolutes golferisches Highlight. Der 37. Ryder Cup 2008 (Huch, die haben ja das Design der Seite geändert. Gefällt mir aber spontan gut).

Bildquelle: © rydercup.com/2008

 

Ich bin schon richtig gespannt und freue mich wahnsinnig auf die Golfübertragungen aus den Valhalla Golf Club und werde versuchen jede Minute zu sehen und zu geniessen.

Mein Tipp: Europa gewinnt. Reines Gefühl. Ich kann das jetzt nicht analytisch erklären.

(Leider ist der Rydercup das letzte Golf-Großereignis, dass ich bequem im Pay-TV sehen werde. Wie sich gezeigt hat, geniesst Golf bei Premiere meiner Meinung nach leider eher einen unverdient, niedrigen Stellenwert, der das viele Geld für mich nicht länger rechtfertigt, das ich jeden Monat an diese Ignoranten überweise.

Ich hoffe hier sehr auf das gewaltige Internet. Lösungen zum freien Golf schauen werde ich hier natürlich vorstellen. Für Hinweise bin ich immer dankbar.)

Ein harter Schlag

Dennoch kein Grund mit dem Golf aufzuhören.

Vor ein paar Wochen hätte ich sehr günstig einen fast neuen Schlägersatz von Callaway erstehen können. Habe ich aber nicht gemacht. Ich wollte einem Golfer nicht sein Sportgerät wegnehmen.

Nach einem Turnier gesellte sich ein total niedergeschlagener Golfkamerad zu uns und erklärte, dass er gerade beim Unterschreiben der Scorekarte ernsthaft beschlossen hätte, das Golfspiel an den sprichwörtlichen Nagel zu hängen und bot seine Schläger zu einem symbolischen Preis an. Ihm war wichtig, dass die Dinger möglichst schnell aus seinem Blickfeld verschwinden.

Nach seiner Schilderung der Golfrunde, auf der augenscheinlich nicht viel zusammenging, mussten wir erstmal leicht schlucken. Der Golfkamerad hat mit seiner Spielvorgabe von 34 ganze 5 Nettopunkte ins Clubhaus gebracht. Puh. Das ist nicht wirklich viel. Nach seinen Aussagen wusste er nicht mehr, wie man einen Schläger anfasst und wie man schwingt.

Ok, ein harter sportlicher Schicksalsschlag und ich bin froh, dass mir so eine Prüfung bisher erspart geblieben ist. Aber ich gehe mal davon, dass das kein Grund für mich wäre mit dem Golfspiel aufzuhören.

Im Golf ist alles möglich. Auch mal eine Runde, in der absolut nichts zusammengeht. Da darf man sich nicht von irritieren lassen. Nach einer schlechten Runde folgt auch wieder eine gute Runde. Golfen kann man nicht komplett von jetzt auf gleich verlernen. Und wer den Sport wirklich liebt, wird sich auch gleich am nächsten Tag wieder aufrappeln.

Targetgolf

Beim Turnier heute ging der “Nearest to the Pin” doch für sage und schreibe 23,85 Meter über den Tisch. Weiter weg von der Fahne war nicht möglich. Dabei wird er Schatten des Balls sicherlich noch auf dem Vorgrün gewesen sein.

Dem Sieger war es auch ein wenig peinlich. Hatte er doch nicht ernsthaft damit gerechnet, dass der Rekord bis zum Ende des Turniers hält. Normalerweise schreibt man ja nichts auf, was weiter als eine Fahnenlänge vom Loch entfernt ist.

Über meine Leistung wollen wir mal den Mantel des Schweigens legen. Insgesamt kann man die Leistung des gesamten Feldes aber eher als unterirdisch bezeichnen. Die Bedingungen waren aber auch alles andere als leicht (es herrschte heute unberechbarer, starker böiger Wind und neun Grüns waren kurz vorher arifiziert worden).

Mit mickrigen 15 Bruttopunkten bin ich durch Computerstechen doch tatsächlich zweiter Bruttosieger geworden. Pöh. Putten müsste ich halt können. Immerhin habe ich jetzt ein neues Handicap. ;-)

(Hm, könnte mal einen Beitrag dazu schreiben, wie so ein Stechen überhaupt funktioniert. Oder kann das jemand mir wenigen Worten kurz und knapp erklären.)

Der wirklich kürzeste Golfwitz

Gestern.

Rundenverpflegung gewonnen

Damit hatte ich echt nicht gerechnet, als ich mich für das Quick’n Curry Monday Special angemeldet habe. Aber bei der Siegerehrung stellte sich heraus wer das Turnier gesponsert hatte.

Fix & Fertig. Nur noch erwärmen

 

Als Preis für meinen dritten Platz in meiner Nettoklasse (2. Brutto) habe ich doch tatsächlich einen Eimer mit 1 Kilo fix und fertiger Currywurst gewonnen. Ein witziger Preis. Ich überlege noch, wie ich es einrichten kann, dass ich den Preis auf einer meiner nächten Runden als Runden- oder Halfwayverpflegung mitnehmen kann. Die Currywurst ist ja schon fix und fertig und muss nur noch erwärmt werden. Hm??

Probiert habe ich die Currywurst bis dato noch nicht. Ich habe mich noch nicht getraut.

Da ich jahrelang in der Stadt gewohnt habe, in der es die beste Currywurst der Welt frisch zubereitet zu kaufen gibt, bin ich in dieser Gourmetecke etwas verwöhnt.

Geärgert hat mich allerdings mal wieder diese für mich unnötige und für niemanden nachvollziehbare CSA-Regelung. Sowas können sich auch nur deutsche Funktionäre einfallen lassen.

Insgesamt hatte ich mit einer 10 über Par 38 Nettopunkte gespielt, wovon aber wegen der [piep-piep-piep] CSA-Regelung nur 37 gewertet wurden. Immerhin ist noch kleine Unterspielung und somit eine kleine Handicapverbesserung für mich dabei herausgesprungen.

Viel härter hat es den Bruttosieger des Turniers getroffen, der mit HCP -10,0 gestartet war und sich erklärtermassen ein einstelliges Handicap erspielen wollte. Er ist mit 37 Nettopunkten reingekommen, wovon dann nur 36 Nettopunkte gewertet wurden. Sowas ist echt hart.

Ich glaube in ihm hätte an diesem Tag einen Mitstreiter für die Abschaffung des CSA gefunden.

Geplatzt

Ich habe schon viele wettertechnische Extremsituationen auf dem Golfplatz erlebt. Aber heute bin ich doch an meine körperlichen und mentalen Grenzen gekommen.So eine Hitze habe ich nicht erlebt.

Es sollen angeblich nur 32 Grad gewesen sein, die sich aber aufgrund der Schwüle, absoluter Windstille und wolkenlosem Himmel und wenig Schattenplätzchen deutlich heißer anfühlten.

 

Die Haut hat richtig gebrannt und es gab während der gesamten Runde, bis auf einen kurzen Marsch durch ein Waldstück, absolut keine Abkühlung. Puh. Golf extrem, körperlich für mich hart an der Grenze.

Die eigentliche Herausforderung gab es aber heute im mentalen Bereich. Der Turniercomputer hat wieder voll zugeschlagen und einen lustigen Flight zusammengestellt.

Diesmal dabei eine Alleinunterhalterin, die im Golf schon alles erlebt, jeden Golfplatz im In- und Ausland kennt und ihr Wissen auch ungefragt, unvermittelt und zu den unpassenden Momenten mitgeteilt hat.

Ich stehe auf dem Abschlag, mache meine Preshot-Routine, da werde ich mitten drin gefragt, ob ich schon den Platz in Jakobsberg gespielt habe. Dort hätte sie letzte Woche gespielt und der Platz wäre soooooooooo toll. Oder es wurde wahlweise ein Erfrischungsgetränk geöffent oder in den Schlägern gekramt (das kenne wir ja schon.)

Jeder Schlag wurde ausnahmslos kommentiert. Während meiner Putts wurde der dritte Flightpartner mit neuen Geschichten beglückt.

Passend zum Wetter stieg meine innere Temperatur Loch für Loch, zumal mein Spiel unter der Dauerbeschallung doch langsam litt. So angenervt war ich nie.

Auf der 14 wurde der Siedepunkt überschritten und mir ist der Kragen geplatzt und ich mal ein paar nette Worte (hey, ich war wirklich freundlich) an die Dame gerichtet. Natürlich herrschte großes Unverständnis vor und die Stimmung im Flight sank auf den Gefrierpunkt.

Hach! Tat das gut. Das mache ich jetzt immer. Ich finde es sowieso besser, wenn während der Runde nicht so viel gesprochen wird.

Ich versuche es ja wirklich und arbeite da an mir, mich nicht von den Flightpartnern annerven zu lassen. Aber diesmal was es wirklich extrem. So einen dummen und penetranten Menschen hatte ich noch nie im Flight.

Vielleicht spiele ich doch nur noch Herrennachmittage.

Nearest to the Line

Talentbedingt habe ich bei Turnieren mit den Sonderwertungen normalerweise absolut nichts zu tun.

Ein einziges Mal habe ich beim Herrennachmittag “Nearest to the Pin” gewonnen, als mein schlecht getroffener Ball vom linken Hügel neben dem Grün absprang und wie von Zauberhand gesteuert 60 Zentimeter neben der Fahne liegen blieb.

Und als jemand der, immer knapp an der Lady vorbei, seine Abschläge kurz hinter den roten Abschlägen ins Spiel bringt, brauche ich mir um den “Longest Drive” auch keine ernsthaften Gedanken machen.

Beim letzten Turnier gab es eine Sonderwertung, die mir bis dato, im Gegensatz zur Damenwertung “Nearest to the Green”, unbekannt war.

Es wurde “Nearest to the Line” gespielt. Auf einem langen geraden Par 4 war zwischen 150 Meter und 250 Meter exakt in der Fairwaymitte ein weiße Linie gezeichnet. Wer seinen Abschlag am nächsten an der Linie platziert hat, hat die Sonderwertung gewonnen.

Wenn man mal drüber nachdenkt, ist es eigentlich eine schöne Sonderwertung. Kommen doch beim “Longest Drive” immer nur ein kleiner Kreis von Spielern in Betracht, können “Nearest to the Line” auch Spieler gewinnen, die ihren Ball nicht so lang, aber dafür gerade schlagen.

Experten im Flight

Ich weiß nicht, ob ich da besonders empfindlich bin und nur ich solche Sachen als störend empfinde.

Es gibt immer wieder so Experten im Flight, die schaffen es mich voll um meine Konzentration zu bringen. Die machen die ganze Runde wiederholt irgendwelche Sachen, die nicht zu einer ordentlichen Golfrunde gehören und mich ärgern. Ich verhaue dann Schläge und das kostet am Ende Punkte.

Mich stört es beispielsweise ungemein, wenn ich auf dem Abschlag stehe, mich auf meinen Schlag vorbereite und jemand wahlweise das Bedürfnis hat seine Schläger im Bag neu zu sortieren oder während meines Rückschwungs unbändigen Durst verspürt und eine Mineralwasser öffnet.

Ich bekomme bei der Vorbereitung des Annährungsschlages ins Grün natürlich mit, wenn sich jemand in meinem Rücken mit seinem quietschenden Trolley schon mal auf dem Weg zum Grün macht und gemütlich durch mein Blickfeld watschelt.

Aber besonders mag ich es nicht, wenn beim Putten jemand, schon mit der Fahne in der Hand, so nah bei mir steht, dass ich seinen klebrigen (und wahrscheinlich auch übel riechenden) Atem in meinem Nacken spüre. Schlimmer ist nur vor mir in der Verlängerung meiner Puttlinie ungeduldig auf und ab zu wandern, während ich versuche die Puttlinie zu studieren.

Über das Rumlatschen auf meiner Puttlinie rege ich mich schon gar nicht mehr auf. Hier warte ich einfach auf eine entsprechende Regeländerung. So lange die Spacken das ungestraft dürfen, werden sie es auch machen.

Solche Sachen (und vieles mehr) sollten zukünftige Flightpartner unterlassen, wenn sie mit mir im Flight das 18te Grün erreichen und nicht unterwegs in einem Waldstück oder dem linken Grünbunker an der 13 verloren gehen möchten.

Die blöden Entschuldigungen können sie sich jedenfalls sparen. Vielleicht machen sie sich vor dem nächsten Turnier noch mal mit der Etikette vertraut.